Mehr Sport, gesünder essen, weniger Stress… rund um den Jahreswechsel führt kaum ein Weg an Neujahrsvorsätzen vorbei. Wir haben uns einige Klassiker genauer angesehen und skizziert, wie Kommunikator:innen sie „sinnvoll“ in ihren beruflichen Alltag übersetzen können.
(Mehr) sparen
Die wichtigste Währung in der Unternehmenskommunikation? Guter Content! Daran sollten wir schon mal nicht sparen, so viel steht fest. Die Ressourcen, die wir dafür aufwenden, lassen sich aber durchaus reduzieren. Stichwort Rohstoffverwendung und Recycling: Macht was Schönes aus euren Themen – oder gleich zwei oder drei schöne Content Pieces – und vermeidet wiederholten initialen Aufwand. Wer sich einmal mit einem Thema auseinandersetzt, kann daraus meist mehrfach Kapital schlagen oder zumindest die Inhaltshäppchen effizienter vorbereiten, etwa als Serie oder in Form mehrerer Auskopplungen, beispielsweise aus einer Studie.
Alter Hut? Möglich. Wie das mit Neujahrsvorsätzen so ist, geraten sie ja zuweilen schnell in Vergessenheit. Spätestens bei der nächsten Lücke im Redaktionsplan folgt dann doch wieder ungewollte Hektik und (meist zur Unzeit) erhöhter Ressourcenbedarf. Apropos Plan…
Aktiver werden
Sport ist aus keiner Vorsatz-Statistik wegzudenken. Laut Psychologen (und möglicherweise der Erfahrung der einen oder des anderen Strategiekolleg:in) bleiben vor allem diejenigen länger dran, die einem Trainingsplan folgen. Dabei liegt das Geheimnis in einem sowohl fordernden als auch bewältigbaren Pensum. Wer zu hoch einsteigt, ermüdet schnell oder riskiert Frust. Im umgekehrten Fall bleiben womöglich die Erfolgserlebnisse aus. Immer gut sind zudem Mitstreiter:innen.
Für Kommunikator:innen empfiehlt sich zunächst eine Bestandsaufnahme: Wo stehe ich gerade und welches Ziel will ich (mit meinem Team) erreichen? Für den Weg dorthin braucht es dann einen Plan – mit konkreten Aktivitäten und Etappenzielen. Falls die mal nicht erreicht werden, könnte es übrigens unter Umständen daran liegen, dass Kommunikator:innen auch nur Menschen sind und/oder äußeren Einflüssen unterliegen. Dann gilt es nachzujustieren. Am besten mit integriertem Ernährungsplan und den richtigen Zutaten wie Raum für Kreativität und Muße oder Weiterbildungen für langfristige Energie.
Weniger Stress
Damit die Energie nicht vorzeitig zur Neige geht, sind nicht nur die richtigen Nährstoffe gefragt, sondern auch Strukturen und Tools, die – wirklich! – unterstützen. Manchmal ist das auch ein schnöder Redaktionsplan im Teams-Planner oder Excel (darf man das in KI-Zeiten noch sagen?). Fakt ist: Der Wunsch nach fancy Tools oder Technologien kollidiert häufig mit der gelebten Praxis und bestehenden Systemlandschaften.
Der Blick nach vorn ist zweifellos angeraten. Wer seine Stressauslöser kennt, kann aber wesentlich gezielter auswählen. Entsteht der Engpass bei der Ideenfindung oder in der Umsetzung? Weil zu wenige mitwirken oder zu viele? Ohne Klarheit und spezifischen Zuschnitt der Lösung erhöht auch das beste Tool im Zweifel eher das Stresslevel – und sei es nur durch die monatliche Rechnung ohne spürbaren Mehrwert.
Die Liste ließe sich fortsetzen – mit Vorsätzen, die regelmäßig genannt werden, vor allem aber mit solchen, die wir vermissen. Für Kommunikator:innen ohnehin hilfreich, aber auch für alle anderen „da draußen“ wirklich sinnstiftend sind Vorhaben wie „meinem Gegenüber besser zuhören“, „häufiger die eigene Blase verlassen“ oder schlicht und einfach „öfter mal Danke sagen“. In diesem Sinne: Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und alles Gute für 2026!